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Interview LEC E-Sports

GX Oscarinin nach Rückschlag gegen SK Gaming: »Das Potenzial ist da«

Der Start ging in die Hose: GiantX verlor das Best-of-Three mit 1:2; vor allem Spiel 2 geriet nach starkem Auftakt zur Fiesta. Im Interview nach dem Match sprach Oscarinin über seinen Renekton-Pick, die aktuelle Top-Lane-Meta und seine »Rückkehr«.

GX Oscarinin nach Rückschlag gegen SK Gaming: »Das Potenzial ist da«

Turbulente LEC-Rückkehr für GX Oscarinin, die in einem 1:2 gegen SK Gaming mündete. (© Michał Konkol/Riot Games)

Óscar »Oscarinin« Muñoz feierte am Samstag sein Comeback in der LEC – 286 Tage nach seinem letzten Auftritt für Fnatic debütierte der spanische Top-Laner bei seinem neuen Team GiantX gegen SK Gaming.

»Es ist schön, wieder da zu sein«

Auf die Frage nach seinen ersten Eindrücken nach der langen Pause reagierte Oscarinin gelassen: Zwei Splits ohne Profi-Bühne hätten sich für ihn nicht so lang angefühlt wie erwartet.

Statt lange über das Gesamtergebnis zu sprechen, ging es im Interview direkt in die Draft-Analyse von Spiel zwei – konkret um seinen Blindpick auf Renekton, einen Champion, den er 2025 nur ein einziges Mal gespielt hatte.

»2024 habe ich viel Renekton gespielt, das ist ein Champion, den ich immer mochte, auch wenn ich ihn manchmal blind picken muss«, erklärte Oscarinin.

  • Allerdings war das Match-up mit Mundo so zunächst nicht geplant – Renekton war eher als Antwort auf Varus gedacht.
  • Immerhin: Auch nach dem Counter-Pick war sich Oscarinin seiner Sache sicher.

»Der Meta-Zustand ist okay, aber es gibt noch viel auszuprobieren«

Zur aktuellen Top-Lane-Meta 2026 – die sich laut seiner Beobachtung kaum von seiner Zeit bei Fnatic unterscheidet – zeigte sich Oscarinin entspannt: »Ich denke, die Meta ist in Ordnung. Im kompetitiven Umfeld picken wir meistens das stärkste und sicherste, was verfügbar ist.«

Aktuell sehen wir nicht so viele unterschiedliche Picks, aber wenn wir tiefer in die Meta einsteigen, gibt es noch einiges auszuprobieren.

Auf die kontroverse Mage-Entwicklung auf der Bot-Lane angesprochen – und ob er sich einen ähnlichen Umbruch für die Top-Lane wünschen würde – winkte er eher ab: »Es gibt schon jetzt eine Menge Varianz, aber es hängt stark vom restlichen Draft ab. Ich denke, man kann auf Top schon jetzt eine Menge picken.«

»GX ist ein gutes Team für mich – und hat Potenzial«

Oscarinins Profikarriere begann übrigens bei Giants Academy – der einstigen Amateur-Organisation von Giants, aus der nach der Fusion mit Excel später GiantX hervorging.

Auf die Frage, ob diese Geschichte eine Rolle beim Wechsel gespielt habe, reagierte er nüchtern: »Nicht wirklich, ich fand einfach, dass GX ein gutes Team für mich war – eine gute Organisation, ein gutes Team insgesamt. Ich habe das nicht wirklich mit einbezogen.«

Zum Abschluss ging es um das große Ziel: GiantX hat es in der Vereinsgeschichte noch nie zur Weltmeisterschaft geschafft.

Ob er und Neuzugang Flakked das ändern können? »Ich denke, GiantX hatte schon immer das Potenzial dafür. Wir haben ein ziemlich kompetitives Roster, wir haben eine Menge Potenzial – heute war einfach Pech, es ist das erste Spiel der Saison, manchmal spielt man nicht so, wie man möchte. Aber ich freue mich auf alles, was noch kommt.«