Riot hat am 18. September zwei Karten aus dem Sammelkartenspiel Riftbound mit sofortiger Wirkung aus Standard und Constructed 2v2 verbannt: »Stacked Deck« und »Ekko, Recurrent«.
Der Effekt auf dem Kartenmarkt ließ nicht lange auf sich warten – und er beschränkt sich nicht nur auf den US-Markt. Ein Blick auf die europäischen Cardmarket-Daten zeigt, wie stark die Bewegung tatsächlich ist.
Warum Riot die beiden Karten gebannt hat
Laut Riots offizieller Ankündigung traf es »Stacked Deck« wegen ihrer Konstanz: Die Karte lieferte in Kombination mit »Lightning Rush« zu zuverlässig genau die Karten, die Kennen-Decks brauchen – laut Riot ein Problem, das sich seit der Veröffentlichung der Kennen-Legende noch verschärft hatte.
»Ekko, Recurrent« traf es aus einem anderen Grund: Die Karte ermöglichte praktisch einen zusätzlichen Zug mit kaum Interaktionsmöglichkeiten für den Gegner – ein Spielmuster, das Riot als ungesund einstufte, obwohl die Karte in Turnieren selten gespielt wurde.
Der Zeitpunkt war kein Zufall: Ein Woche nach der Ankündigung startete das Regional Qualifier in Los Angeles, am selben Tag ging Riftbound in Südkorea an den Start.
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Stacked Deck crasht – auf beiden Seiten des Atlantiks
Auf Cardmarket, dem größten europäischen Marktplatz für Riftbound-Einzelkarten, lässt sich der Absturz von »Stacked Deck« direkt nachvollziehen.
- Die reguläre Origins-Ausgabe der Karte lag bis Mitte September stabil bei vier bis fünf Euro, brach dann ab dem 15. bis 18. September deutlich ein und pendelt seither um einen Euro – ein Rückgang von etwa 75 Prozent gegenüber dem 30-Tage-Schnitt.
- Die Promo-Ausgabe zeigt dieselbe Bewegung, nur auf höherem Ausgangsniveau: von fünf bis sieben Euro auf aktuell rund zwei Euro.
Wer vom Ban profitiert
Mit »Stacked Deck« raus aus dem Format müssen Purple-Decks – vor allem Kennen, aber auch Ezreal, Diana, Mel, Sivir und Aurora – ihre Konstanz anders herstellen. Das treibt die Nachfrage nach Alternativkarten, und das zeigt sich in den Preisen auf beiden Märkten.
Laut cardsrealm legten unter anderem diese Karten in den Tagen nach dem Bann zu: »LeBlanc, Deceiver« (Overnumbered-Ausgabe) plus acht Prozent auf 195,50 US-Dollar (umgerechnet etwa 172 Euro), »Mirror Image« plus 22 Prozent auf rund zwölf US-Dollar (etwa elf Euro) und »Dazzling Aurora« plus elf Prozent auf rund 44 US-Dollar (etwa 39 Euro).
Riftbound: Radiance-Preview-Season startet – Ekko, Seraphine, Evelynn im Check
Ab dem 25. September zeigt Riot die ersten Karten aus »Riftbound Radiance«, dem fünften Set des Sammelkartenspiels. Neun neue Legenden, ein neuer Ultimate-Rare-Tier und der Vollrelease am 23. Oktober – der Überblick.
Der eigene Cardmarket-Check bestätigt die Richtung unabhängig von den US-Zahlen – mit teils deutlich abweichenden absoluten Werten, weil auf beiden Marktplätzen nicht immer exakt dieselbe Kartenversion gehandelt wird:
- Dazzling Aurora (Origins) ist auf Cardmarket seit Anfang September von rund 22 auf inzwischen etwa 27 Euro gestiegen.
- Mirror Image (Unleashed) zeigt den auffälligsten Verlauf im gesamten Datensatz: Von rund acht Euro Mitte September ging es auf zwischenzeitlich 18 Euro hoch.
- Blade of the Ruined King und Divine Judgment bewegen sich moderater nach oben. Einzelne Ausreißern waren dennoch zu beobachten – Divine Judgment etwa mit einem kurzen Sprung auf 7,50 Euro.
Bei »Kha'Zix, Mutating Horror« und der Vendetta-Ausgabe von »Ezreal, Prodigy« zeigen die Cardmarket-Charts einen Einbruch um die Mitte September mit anschließender Erholung – zeitlich in der Nähe des Bans, weshalb kein direkter Zusammenhang bestehen muss.